15 Tipps wie du Plastik im Alltag vermeiden kannst

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Dass Plastik schlecht für die Gesundheit und Umwelt ist, ist allen bekannt. Deshalb möchten wir dir in diesem Beitrag zeigen, wie du langfristig und nachhaltig Plastik vermeiden kannst.

Inhalt:

Warum ist Plastik vermeiden so wichtig?

Der Plastikverbrauch hat enorme Auswirkungen auf die Umwelt. Leider ist Plastik in unserem Leben allgegenwärtig, da wir nicht zur Gänze darauf verzichten können. Mittlerweile gibt es jedoch umweltfreundliche Alternativen. 

Obwohl auch Alternativen wie z.B. Verpackungen aus Papier, Glas oder Metall in manchen Fällen genauso schwer recycelbar sind wie Kunststoffverpackungen, schaden sie der Umwelt weitaus weniger als Plastik es tut.

Plastik im Meer
Plastik ist in den Ozeanen bekanntlich ein riesiges Problem.

Der viele Plastikmüll verschmutzt unsere Umwelt. Besonders die Meerestiere sind davon betroffen, da in ihrer Nahrung oft große Mengen an Mikroplastik enthalten ist. Diese Plastikteilchen sind kleiner als 5 mm und mit bloßem Auge nicht erkennbar. 

Trotzdem enthält Mikroplastik Schadstoffe wie Weichmacher, Flammschutzmittel, Farbstoffe oder UV-Stabilisatoren und ist somit gesundheits- und umweltschädlich.

Welche Alternativen zu Plastik gibt es?

Nachhaltig und verantwortungsbewusst Handeln sind die zwei Schlüsselbegriffe, wenn es um Alternativen zu Plastik geht. Schon mit kleinen Dingen, die du im Alltag änderst, kannst du einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Um die Probleme, die sich aus übermäßiger Verwendung der Kunststoffe und den riesigen Mengen an Plastikmüll ergeben, zu bekämpfen, braucht es Lösungsansätze auf verschiedenen Ebenen.

Ein nachhaltiges Recyclingsystem, nachhaltige Verpackungen sowie Alternativen zu Plastiktüten sind dabei von wesentlicher Bedeutung.

Trinkflaschen BPA frei
Glas Trinkflaschen im Test

Hier findest du unsere Auswahl an empfehlenswerten Glas Trinkflaschen von nachhaltigen Herstellern.

Letzteres hat sich bereits durchgesetzt, da Plastiktüten nach und nach abgeschafft bzw. durch wiederverwendbare Stoffbeutel oder Papiertragetaschen ersetzt werden. Auch für unterwegs setzen wir immer mehr auf nachhaltige Verpackungen wie z.B. Brotdosen aus Edelstahl oder wiederverwendbare Trinkflaschen aus Glas oder Edelstahl.

Plastik vermeiden? Unsere 15 Tipps

Obwohl Plastik omnipräsent ist und sich nur schwer vermeiden lässt, tragen bereits kleine Veränderungen im Alltag effektiv dazu bei, Plastik zu reduzieren. Wie dir das gelingt, erfährst du jetzt.

Tipp #1: Beim Einkaufen Plastik vermeiden

Mittlerweile gibt es tolle wiederverwendbare Netzbeutel zum Einkaufen. Wenn du so eins immer bei dir hast, kannst du auf kurzlebige Einkaufstüten verzichten. Damit sparst du sogar Geld und schonst dabei die Umwelt. Auch wiederverwendbare Einkaufstaschen aus Stoff oder recycelten Materialien sind ein heißer Tipp.

DIY-Tipp

Wiederverwendbare Beutel für Obst und Gemüse kannst du aus Stoffresten ganz einfach selbst machen. Damit schonst du dein Portemonnaie und recycelst bestehende Materialien!

Tipp #2: Lebensmittel lose kaufen

Mit den Einkaufsnetzen fällt es dir leicht, Lebensmittel unverpackt einzukaufen. Egal ob im Supermarkt, bei Hofläden oder in speziellen Unverpackt-Läden – der lose Einkauf wird immer beliebter! Mittlerweile kannst du überall deine eigenen Behälter mitbringen und darin deine Ware abpacken lassen.

Tipp #3: Wiederverwendbare Trinkflaschen

Mineralwasser gibt es in Plastik- und Mehrwegflaschen. Auch wenn du damit schwerer schleppen musst, tust du der Umwelt etwas Gutes damit. Mehrwegflaschen werden gereinigt und können wiederverwendet werden. Plastikflaschen hingegen müssen entsorgt werden und hinterlassen unnötigen Müll.

Trinkflasche aus Glas
Borosilikatglas ist u.a. in Glas Trinkflaschen in Verwendung.

Wenn du nicht so schwer schleppen möchtest, kannst du ganz einfach auf Leitungswasser umsteigen und mit einem Wassersprudler dein eigenes Sprudelwasser herstellen. Das kannst du ganz easy in nachhaltige Trinkflaschen aus z.B. Borosilikatglas füllen und hast ganz nebenbei einen optischen Hingucker am Tisch.

Tipp #4: Plastikfreie Vorratsbehälter

Auch wenn Vorratsbehälter aus Kunststoff praktisch sind, weil sie nicht so schnell kaputt gehen, ist auch ihre Lebensdauer begrenzt. Stattdessen solltest du zu plastikfreien Aufbewahrungsalternativen zurückgreifen. 

Glas und Edelstahl gehören zu den beliebtesten Materialien und sind dabei auch noch absolut schadstofffrei. Damit stellst du sicher, dass keine bedenklichen Stoffe in deine Lebensmittel übergehen.

Tipp #5: Vermeide Konservendosen

Wusstest du, dass Konservendosen mit einer Kunststoffbeschichtung auf der Innenseite versehen sind? Diese kann bedenkliche Stoffe in die enthaltenen Lebensmittel abgeben. Klar können manche Lebensmittel wie z.B. Mais gar nicht oder nur schwer unverpackt erworben werden. Allerdings gibt es die Möglichkeit, solche Produkte in Schraubgläsern zu kaufen.

Diese kannst du auch perfekt als Vorratsbehälter nutzen. Manche Schraubgläser, die ohnehin im Haushalt immer wieder mal anfallen, eignen sich perfekt zum Einfrieren von Vorräten.

Tipp #6: Plastik vermeiden bei Spülmaschine & Co.

Spülmaschinentabs sind meist in einer Kunststofffolie eingewickelt. Diese kannst du vermeiden, indem du auf Geschirrspülpulver zurückgreifst und somit unnötige Einzelverpackungen effektiv einsparst. Selbiges gilt für Waschmittel für Kleidung.

Geschirr spülen
Geschirr spülen ohne Plastik-Tabs!

Wenn du mit der Hand spülst, kannst du dir deinen wiederverwendbaren Behälter in Unverpackt-Läden auffüllen lassen oder praktische Drops nutzen, die sich im Wasser auflösen. Sie sind genauso effektiv wie dein gewohntes Spülmittel. Zwar kommen sie in einer kleinen Papierverpackung bei dir an – die ist aber im Vergleich zu Kunststoffflaschen umweltfreundlicher und leichter recycelbar.

Do it yourself-Tipp: Du kannst Spül- oder Waschmittel auch ganz einfach mit Hilfe von Rosskastanien selbst herstellen. Eine genaue Anleitung dazu findest du hier.

Tipp #7: Bienenwachs statt Kunststofffolie

Alu- und Frischhaltefolien sind kurzlebige Kunststoffprodukte. Wiederverwendbare Tücher aus Baumwolle und Bienenwachs hingegen sind praktische Küchenhelfer aus Stoffresten und lassen sich mit wenig Aufwand selbst herstellen. Abgesehen davon sehen sie auch noch super stylisch aus, weil du sie individuell nach deinem persönlichen Geschmack gestalten kannst.

Tipp #8: Küchenutensilien aus Holz oder Edelstahl

Nichts ist für die Ewigkeit – schon gar nicht regelmäßig genutzte Küchenhelfer. Trotzdem ist Küchenwerkzeug aus Holz oder Edelstahl nachhaltiger und gesundheitsfreundlicher als aus Plastik. Durch den permanenten Kontakt mit Hitze können sich bei Küchenhelfern aus Kunststoff schädliche Stoffe lösen und in deinen Körper gelangen.

Kinder Trinkflaschen
Was bedeutet BPA frei?

In diesem Ratgeber von uns erfährst du alles über BPA und warum du es unbedingt meiden solltest.

Besonders bedenklich sind Weichmacher wie BPA. Bisphenol A ist eine der meistverwendeten Industrie-Chemikalien weltweit. Es ist in vielen Gegenständen des Alltags enthalten: Trinkflaschen, Lebensmittelbehältern oder Kunststoffgeschirr. BPA macht Kunststoff flexibel und leicht formbar. Es gilt als hormonell wirksam und bringt somit das menschliche Hormonsystem durcheinander.

Tipp #9: Backe backe Kuchen - ohne Backpapier

Gewöhnliches Backpapier ist mit einer dünnen Silikonschicht überzogen. In der Regel wird ein Backpapierbogen einmal genutzt und danach entsorgt. Um diesen Vorgang zu vermeiden, ist es sinnvoll auf wiederverwendbare Backpapierfolien zurückzugreifen. Diese lassen sich leicht reinigen und können mehrfach verwendet werden.

Stattdessen kannst du auch ganz auf Backpapier verzichten und auf Backformen und Backbleche aus porenfreiem Glas zurückgreifen. Sie haben eine besonders gute Antihaftwirkung. Oder du fettest deine Formen ordentlich ein. Dann hast du zwar einen erhöhten Reinigungsaufwand, aber tust der Umwelt einen Gefallen.

Tipp #10: Besser „to stay“ statt “to go”

Coffee to go? Wer kennt’s nicht – schnell unterwegs einen warmen Kaffee trinken oder was Warmes zum Essen mitnehmen, statt direkt vor Ort zu konsumieren. Klar, ist praktisch – aber leider nicht nachhaltig. Dadurch wird zusätzlich Müll produziert. Und das nicht gerade in geringen Mengen!

Müll durch Einweg-Becher
So sehen Einweg-Becher in der Natur aus! :/

Alternativ dazu kannst du deinen selbstmitgebrachten Kaffeebehälter mit deinem Lieblingskaffee auffüllen lassen. Das verursacht keine Mehrkosten und es fällt kein zusätzlicher Müll an. Auch dein Essen to-go kannst du in der Regel in deine Behälter einfüllen lassen – fragen kostet nichts!

Tipp #11: Konsequente Mülltrennung

Mach es wie bei Aschenputtel: die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen. Bio ist grün, Plastik ist gelb und Restmüll ist blau – so behältst du den Überblick und kannst effektiv Müll trennen. Wenn der gesamte Müll im selben Mülleimer landet, wird er als Restmüll verbrannt. Das erzeugt unnötige Treibhausgase.

Auch wenn Recycling energieaufwendig sein kann, ist es immer noch besser, weil Rohstoffe wie Plastik und Metall dadurch mehrfach genutzt werden. Achte dazu auf das grüne und dreieckige Recyclingsymbol oder das Buchstabenkürzel für spezifischen Kunststoff. Da diese Markierung auf freiwilliger Basis besteht, ist sie leider nicht auf allen Verpackungen und Produkten zu finden.

Tipp #12: Sammle Müll

Egal wo du bist, wenn du Müll rumliegen siehst, heb ihn auf und entsorge ihn ordnungsgemäß. Ob am Strand, am See, am Flussufer oder im Wald – Plastikmüll hat in der Natur nichts verloren. Aber Achtung: Müll sammeln hat Suchtpotenzial! 😉

Tipp #13: Achte auf die richtigen Inhaltsstoffe

Kosmetikprodukte wie Schminke, Gesichtscreme, Deo oder Duschgel – Mikroplastik versteckt sich in vielen dieser Produkte hinter diversen Namen. Bezeichnungen wie Polyethylen (PE) oder Polyquaternium (PQ) können Hinweise darauf sein, dass in den Produkten Mikroplastik enthalten ist.

Daneben können kosmetische Produkte auch flüssige synthetische Polymere beinhalten. Diese gehören auch zu den schwer abbaubaren Substanzen und schaden dadurch der Umwelt.

Tipp #14: Qualität steht vor Quantität

Fast Fashion ist günstig und liegt immer im Trend. Allerdings wird dabei oft ein hoher Synthetik-Anteil verarbeitet. Häufig davon betroffen sind ist auch Sport- und Outdoorkleidung. Dabei lösen sich bei jedem Waschgang feine Mikroplastikpartikel, die in der Kläranlage nicht zur Gänze herausgefiltert werden können. Dadurch gelangen sie in unsere Gewässer.

Wichtig

Achte auf ein nachhaltiges Konsumverhalten bei Mode und vor allem bei Sportkleidung. Vermeide hohe Synthetik-Anteile und achte auf die verwendeten Materialien. Investiere lieber in hochwertige und nachhaltige Kleidung, die du länger tragen kannst. Zeitlose und schlichte Teile kannst du vielfältig kombinieren und dadurch lange nutzen, weil sie nicht aus der Mode kommen.

Tipp #15: Upcyceln statt recyclen

Nicht alles muss gleich in die Tonne, wenn es kaputt geht. Viele Dinge können entweder repariert oder anderwärtig verwendet werden. Wenn du Kinder hast, nutze solche Gegenstände doch zum Basteln. Aus Joghurtbechern kannst du z.B. lustige Schnurtelefone herstellen. Auch für andere Materialien findest du im Netz jede Menge Ideen & Inspiration zum Upcyceln.

Plastik vermeiden und der Umwelt etwas Gutes tun

Mit einem nachhaltigen und durchdachten Konsumverhalten schonst du deine Geldbörse und reduzierst unnötigen Abfall. So sind z.B. nachhaltige und wiederverwendbare Trinkflaschen gesünder für deinen Körper und reduzieren automatisch den durch Konsum von Einwegflaschen bedingten Plastikmüll.

Wichtig

Denke bei jedem Einkauf daran, dein Einkaufsnetz und eine wiederverwendbare Stofftragetasche einzupacken. Natürlich sind Alternativen wie Papiertragetaschen wesentlich umweltfreundlicher, allerdings produzieren auch sie zusätzlichen Müll.

Um sich den eigenen Plastikkonsum bewusst zu machen, kannst du dir Gedanken darüber machen, wo überall Plastik enthalten ist – bei den Dingen, die du zu Hause hast. Überlege dir anschließend, ob es Alternativen dazu gibt. Jene Kunststoffprodukte die du bereits bei dir zu Hause hast, solltest du so lange wie möglich nutzen, reparieren und wenn möglich upcyceln – sofern sie gesundheitlich unbedenklich sind.

Ganz ohne Plastik geht’s leider nicht – so viel steht fest. Allerdings können wir mit kleinen Veränderungen bereits Großes erreichen. Wir hoffen unsere Tipps helfen dir dabei! 🙂

Verwendete Quellen
Gerald Bacher
Gerald Bacher

Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind mir ein besonderes Anliegen. Wir versuchen in unserem Haushalt Plastik so gut wie möglich zu vermeiden und legen bei hochwertige Materialien bei Verpackungen und Trinkflaschen besonders großen wert.

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